Alternative Homegrowing

Immer mehr Cannabis und Hanf kommt aus dem Inland und wird Indoor unter optimalen klimatischen Bedingungen hergestellt. Wer sich dem Schwarzmarkt entziehen will oder sicher sein will, kein Gras mit Verunreinigungen oder Streckmitteln zu kaufen, dem bleibt als letzte Möglichkeit oft nur das Anbauen von Hanf zum Eigenbedarf.

Hanf ist vergleichsweise pflegeleicht und einfach zu züchten. Schnelle Sorten brauchen lediglich ca. 10 Wochen vom Sämling bis zur vollen Blüte und müssen während der Wachstums- und Blütephase lediglich mit ausreichend Licht und genügend Nährstoffen versorgt werden.

Vom Hanfsamen zur Hanfblüte

Das Keimen lassen von Hanfsamen ist einfach: Entweder in feuchte Anzuchterde stecken oder zwischen feuchtem Küchenpapier für 2-3 Tage vorkeimen lassen und danach vorsichtig, mit der Keimwurzel nach unten, einpflanzen. Nach ca. 4-6 Wochen Wachstum ist aus dem Hanfsamen eine kleine Hanfplanze geworden, die nun durch die Vorblüte ein erstes Indiz für ihr Geschlecht liefert und gleichzeitig auch ihre Geschlechtsreife erreicht. Geschlechtsreif heißt im Falle der Hanfpflanze, dass Sie ab diesem Zeitpunkt für die Blütephase bereit ist, in welcher sie entweder Pollensäcke (männliche Hanfpflanze) oder aber Hanfblüten (weibliche Pflanze) bildet. Für Rauschzwecke werden ausschließlich weibliche Pflanzen benutzt, genauer werden die getrockneten Hanfblüten zerkleinert und geraucht oder beim Kochen bzw. Backen verwendet werden. 

Legal? Cannabis Samen & Hanf züchten

Hier muss man mehrere Sachen beachten: In jedem guten Bio-Laden kann man Hanfsamen in Rohform, geschält, geröstet, als Speiseöl oder in sonstiger Form kaufen. Diese Hanfsamen beinhalten jedoch kein bzw. kaum THC – genau jener Bestandteil, der für den Rausch verantwortlich ist. Speiseöl aus Hanfsamen gilt zum Beispiel als extrem nährstoffreich. Auch als Vogelfutter sind Hanfsamen in vielen Mischungen enthalten und können in jedem Baumarkt erworben werden. Allerdings findet sich bei diesen Produkten auch ein Hinweis darauf, dass das Futter nicht zur Aussaat bestimmt ist. Denn auch das unbeabsichtigte Anbauen von sog. Nutzhanf (Hanf mit keiner Rauschwirkung) ist im deutschsprachigen Raum genehmigungspflichtig.

Anders sieht es mit Hanfsamen aus, die einen höheren THC-Anteil haben. In Deutschland sind diese Samen zum Beispiel seit 1998 verboten, in Österreich dürfen Samen und sogar Stecklinge frei verkauft werden, die Pflanzen dürfen jedoch keine Blüten ausbilden (in der Praxis werden diese Pflanzen länger als 16 Stunden pro Tag belichtet, wodurch sie konstant in der Wachstumsphase bleibt und keine Blüten ausbildet). 

Hanfsamen & Equipment online kaufen

In Zeiten von Internet und Online-Shops werden heutzutage europaweit Hanfsamen von Grow-Equipment hin und her geschickt. Die Shops legen großen Wert auf Diskretion, prüfen jedoch nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen der Empfängerländer. Das müssen Sie auch nicht, denn dafür ist der Besteller selbst verantwortlich. 

In der Praxis begeben sich die meisten ab einem gewissen Zeitpunkt in einen Raum, der gegen geltendes Recht verstößt. Solange man jedoch nur für den Eigenbedarf anbaut, ist seine Handlung der überholten Gesetzgebung und der gesundheitlichen Gefahren geschuldet, die der Schwarzmarkt zwangsläufig mit sich bringt. Dieses Gegenüberstellen der Möglichkeiten und Tatsachen führt viele dazu, ihren Eigenbedarf auch durch Eigenanbau zu decken. Natürlich rechtfertigt diese Tatsache kein Gestzesbruch, allerdings hat jede Handlung Ursache und Wirkung – dies sollte von der Politik endlich berücksichtigt werden.

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